Vorsorgeleistungen

Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen.
Das System der Gesetzlichen Krankenkassen deckt die Behandlung von Erkrankungen mehr oder weniger ab.
Der Gedanke der individuellen Vorsorge ist dabei in den letzten Jahren auf der Strecke geblieben.

Sinnvolle Vorsorgemaßnahmen bleiben Ihrer eigenen Initiative überlassen.

Hautkrebsvorsorge
In den letzten Jahren ist der Hautkrebs diejenige Krebsart, die die größten Steigerungsraten erreicht. Jedes Jahr erkranken in Deutschland 120.000 Menschen an Hautkrebs, 7.000 davon an einem malignen Melanom. Über 2.000 Menschen sterben jährlich – oft in jungen Jahren – an den Folgen der Erkrankung. Und das, obwohl Hautkrebs, wenn er früh erkannt wird, fast zu 100 % heilbar ist.

Bis Ende 2006 wurde die Hautkrebsvorsorge von keiner gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Seit Anfang 2007 bestehen mit vielen gesetzlichen Krankenkassen Verträge über die Hautkrebsvorsorge, so daß die Untersuchung für die meisten Versicherten kostenfrei ist. Ihre Krankenversicherung informiert Sie gerne über den aktuellen Stand der ihrer Leistungen. Seit Mitte 2008 wird die Hautkrebsvorsorge alle zwei Jahre bei Menschen über 35 Jahren durch alle gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Weiße Hautkrebserkrankungen (Basaliome, Plattenepithelkarzinome) oder deren Vorstufen betreffen viele, v.a. ältere Menschen.
Der schwarze Hautkrebs (Melanom) ist seltener, kann in allen Altersgruppen auftreten und ist für den Laien schwer von anderen Pigmentmalen zu unterscheiden.
Hautkrebs kann bei frühzeitiger Erkennung vollkommen geheilt bzw. ganz verhindert werden. Somit ist eine Vorsorgeuntersuchung aus präventiver (vorbeugender) Sicht sinnvoll.

Zur Zeit bieten die Krankenkassen nur die Minimalvariante (Frage nach Hauterkrankungen oder Hauttumoren in Vergangenheit, Untersuchung der Haut mit dem bloßen Auge und Beratung zu Sonnenschutz) an. Uns Hautärzten stehen allerdings noch weitere Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Bei der Hautkrebsvorsorgeuntersuchung untersuche ich Ihre gesamte Haut. Dunkle Pigmentmale können zusätzlich mit der Dermatoskopie (Auflichtmikroskopie) untersucht werden.

Mit Hilfe der Dermatoskopie (Auflichtmikroskopie) durch den Facharzt können detaillierte Aussagen über die Hautveränderungen gewonnen werden. Eine Entscheidung über das Vorliegen einer Hautkrebserkrankung kann deutlich sicherer getroffen werden. Verdächtige Pigmentmale kann ich in digitaler Technik speichern. Veränderungen im weiteren Verlauf können dann sichtbar gemacht werden.

Diese Untersuchung mit dem Dermatoskop ist nicht Bestandteil der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Derzeit kann ich diese Untersuchungen allerding noch kostenlos anbieten.

Im Anschluß an Ihre Untersuchung können wir Ihr individuelles Hautkrebsrisiko bzw. entsprechende Vorsorge oder Sonnenschutzmaßnahmen besprechen.

Viele Krankenkassen bieten für Vorsorgeuntersuchungen Bonusleistungen an. Das Ausfüllen Ihres Bonusheftes ist eine individuelle Gesundheitsleistung und wird von den Krankenkassen nicht bezahlt. Die hierfür anfallenden Kosten müssen Sie selber tragen.

Alle dermatologischen Fachgesellschaften empfehlen, die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung (inklusive Dermatoskopie) einmal jährlich durchzuführen zu lassen.

Nehmen Sie am Hautkrebsscreening teil !!!

Impfungen
Viele Infektionserkrankungen lassen sich durch Impfungen verhindern. Je mehr Menschen geimpft sind, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, daß sich die Infektionskrankheiten zu Epidemien ausbreiten. Leider interessieren sich nur wenige Menschen für diese Art der Krankheitsvorsorge.

Regelmäßig biete ich im Herbst die Grippeschutzimpfung an. Durch die Grippeschutzimpfung wird allerdings kein leichter, grippaler Infekt vermieden! Sie schützt vielmehr von schweren Infektionsverläufen. Deutschland ist in der Vergangenheit zum Glück von schweren Grippeepidemien verschont geblieben. Dies wird jedoch nicht immer so bleiben…

Um für Sie, wie auch für Ihre Mitmenschen, einen größtmöglichen Schutz herzustellen, empfehle ich alle von den Krankenkassen empfohlenen Schutzimpfungen durchführen zu lassen.

Quelle: Robert Koch Institut, Epid. Bull 30-11